Minimalismus – revisited – Papier und Bücher

So durchschlagend erfolgreich war meine Challenge nicht. Für mich sind Aufgaben, an denen ich jeden Tag etwas Spezielles erfüllen soll schwierig, da ich viel unterwegs bin und mit dem Wegwerfen und Entrümpeln ist es so eine Sache, das geht immer noch nicht virtuell – das wär mal eine Idee für eine App!!

Heute ist der 26. Juni und der Zähler sollte auf 351 entsorgten Gegenständen stehen, bin aber irgendwo bei Tag 20 oder 210 Dingen gestrandet und ich komme erst Anfang Juli wieder zurück … zu Beginn habe ich jeden Tag ein Bild meiner „Beute“ gemacht und mir davon eine Pinwand bei Pinterest erstellt – das lasse ich jetzt schön bleiben. Die letzten 129 Bücher waren zwei Wäschkörbe voll und gefühlte 50 kg und sind einfach im Altpapiercontainer gelandet.

Das hätte ich vor ein paar Jahren auch nicht gekonnt; Bücher wegwerfen war so, als ob ich ein Stück meiner Seele entsorge. Das ist natürlich Unsinn, denn entweder ist der Inhalt bedeutsam für mich und damit präsent oder halt nicht. Verkaufen über irgendwelche Plattformen kostet nur Zeit und die ist mir zu kostbar. Neue Bücher, die ich gelesen habe, werden konsequent verschenkt.

Hiermit werfe auch die komplette Challenge über Bord und fühle mich sehr befreit. Das zwanghafte Zählen bis man die Tagesration zusammen hat, ist nicht zielführend, denn je höher die numerische Wegwerfhürde ist, desto randomisierter entsorgt man.

Das Vorgehen nach Kategorien gefällt mir viel besser und damit werde ich auch weitermachen. Wie schon  in meinem ersten Beitrag vermerkt, stecke ich gerade in der Papierkategorie (fest ?!) …. dies ist für wohl mit Abstand eine der schlimmsten …unglaublich, was man alles anhäuft, in der letzten Woche habe ich mich dann von meiner alten Schulliteratur getrennt … wer kennt noch die gelben, zerlesenen Reclamhefte … einmal deutsches Bildungsbürgertum vorwärts und rückwärts … wie das wohl heute im Deutsch LK ist … Abstrakt aus Wikipedia für Goethes Faust, den habe ich übrigens behalten, war auch eine gebundene Ausgabe.

Es geht in der Papierkategorie auch im Juli weiter, vielleicht schaffe ich diese ja bis vor dem Urlaub. Das wäre ein Etappensieg.

Bei der Lektüre zu diesem Thema trifft man auf viele Tipps … z.B. alles digitalisieren, aber manchmal ist Papier einfach schneller, außerdem merke ich mir manchmal ein Bild, wo ich das Dokument abgeheftet habe und dann finde ich das auch… wenn man Dinge einscannt,  muss man klare Dateinamen vergeben und ggf. sogar noch verschlagworten, sonst findet man später nichts.

Das soll aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass ich zu viel Papierkram habe … der Durchschnittseuropäer hat 10.000 Dinge (interessanter Artikel in der SZ 2011), ich glaube, das sind eher mehr 50.000 ???… vielleicht zähle ich ja mal, nachdem ich bei jeder Kategorie durch bin, besser nicht … grins.

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