Morgenstund hat Gold im Mund

Zum Jahresbeginn waren alle Medien voll von Kommentaren, Ideen und Vorschlägen zum Thema „Gute Vorsätze“.

Von typischen 10 Tipps, damit du wirklich deine Vorsätze schaffst, über zynische Kommentaren, man solle das lieber gleich ganz lassen, statistisch sei belegt, dass alle Vorsätze nach spätestens 3 Monaten von der rauen Wirklichkeit eingeholt werden …Ich bin mein Leben lang ein Vorsatzmensch, ich liebe den frischen Neuanfang eines Jahres. Ein neues Notizbuch beginnen, über das abgelaufene Jahr nachdenken, ehrlich zu sich selbst sein, über das, was geglückt ist, wo man gescheitert ist und wo man ein Stück vorwärts gekommen ist.

Ich kenne selbst Fortschritt in meinen gescheiterten Vorsätzen. Die Erkenntnis ist mehr Bescheidenheit, weniger ist mehr. Meist sind es zu viele Aufgaben und neue Gewohnheiten , die man sich vornimmt. Die Ziele ambitioniert und unrealistisch. Dann kommt irgendein externer Alltagsstress – und der kommt immer – und schwupps-die-wupp, ist man aus dem Takt. Dann kommt Frust über das Versagen, das Ego ist mächtig geschmäht, man findet den Reset-Knopf nicht. Und die bewährten alten Muster sagen freundlich „Hallo“. Die neue Seite im Buch des frischen Jahres hat einen Makel, wie ein fetter Tintenklecks, und durch die Scham gelähmt, mag man dann nicht weiter machen.

Mit meiner langjährigen Scheiterungskompetenz versuche ich in 2018 eine, nur eine Sache zu einer neuen Schlüsselgewohnheit werden zu lassen. Diese wird wirklich zu 100% an jeden Tag gemacht, nicht meistens, sondern immer — keine Ausrede!

Studien über die Macht der Gewohnheiten, tolles Buch von Charles Duhigg dazu, geben Beispiele, wie nur eine neue Schlüsselgewohnheit einen großen verändernderen Impuls auf das ganze Leben haben kann.

Mein „eines“ Ding ist die morgendliche Meditation. Meditation begleitet mich schon ziemlich lange, ich kann auch sagen, dass ich bisher regelmäßig meditiert habe, aber halt nicht ausnahmslos jeden Tag. Das macht einen Unterschied – es ist nun Anfang März und ich habe es immer geschafft, und meine Serie auf meiner MeditationsApp ist ungebrochen …. das gefällt meinem Belohnungssystem!

Die einzige Abweichungen, die ich mir erlaubt habe sind: ein paar Mal erst am Abend in Stille zu sitzen und manchmal, wenn ich ultrafrüh raus musste, die Zeit auf 5 Minuten zu beschränken.

Am besten ist es in der Früh den Dreh zu kriegen … wie das ganz gut geht, dazu mehr in meinem nächsten Blogbeitrag ( den ich eigentlich schon im Februar schreiben wollte! … )

Diese vielen kleine Siege am Morgen sind wie ein tägliches frohes Neujahr. Es sind andere kleine Erfolge dazu gekommen, das macht mich recht zufrieden.

Deshalb birgt das gute alte Sprichwort „Morgenstund hat Gold im Mund“ einiges an Wahrheit in sich. Ist ein bisschen spiessig, und die lustigen Antisprüche dazu , wie “ der frühe Vogel kann mich mal“ sind cool.

Dennoch lieber etwas spiessig in einen goldenen und zufriedenen Tag.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

w

Verbinde mit %s